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Freitag, 8. August 2014

HC Slovan aktiv: Neubeginn gegen alten Rivalen

Nach dem frühesten Saisonstart aller Zeiten beim Test der KHL-Teams aus Nowokusnezk und Bratislava in Liberec vor gut zwei Wochen stand gestern nun das erste Spiel des einzig verbliebenen persönlichen Favoriten an.

In der Aussiger Zlatopramen Arena hat es in den letzten Monaten einige Veränderungen gegeben. Das Spielrecht wurde von der völlig überschuldeten HC Slovan Ústí a.s. An die neue Hokej Ústí nad Labem s.r.o. übertragen - auf deutsche Unternehmensformen übersetzt also von einer AG auf eine GmbH. Neuer Manager ist Jan Čaloun, der nach großer Karriere in Finnland und der NHL sowie Olympia- und WM-Titel nun daheim eine neue Herausforderung sucht. Den Schnitt macht man auch im Auftreten deutlich. Dem Club wurde ein neues Logo verpasst und auch der Name „Ústečtí Lvi“ (Aussiger Löwen) wurde nach zwölf Spielzeiten abgelegt. Stattdessen geht man nun wieder wie in alten Zeiten ohne Schnickschack als HC Slovan Ústí nad Labem auf's Eis. Das Team hat einige alte Bekannte aus der zweiten Reihe aufzubieten, die zumindest Erstliga-Mittelmaß und Kampf um die Playoffs in Tschechiens zweithöchster Spielklasse erwarten lassen. Die Zeiten, in denen man mit großem Finanzeinsatz die Liga dominierte, dann aber im Aufstiegskampf mehrmals in Finale oder Relegation den Kürzeren zog, sind lange vorbei. Ich bin erst mal zufrieden, dass der in der letzten Saison drohende finale Kollaps ausblieb und man einen neuen Anlauf wagt. Auch wenn seitens des neuen Führungsteams lediglich ehrliche Arbeit ohne Garantie auf eine endgültige Rettung versprochen wird. Sie spielen aber zumindest mit offenen Karten.

In der Heimpremiere gastierte der ewige Rivale aus Chomutov, der nach zwei Jahren Extraliga zusammen mit Kladno abstieg, nun aber als absoluter Topfavorit in die neue Saison gehen wird. Das letzte Duell, bei dem sich die Wege der beiden Jahre auf Augenhöhe agierenden Mannschaften trennten, ist gerade einmal gut zwei Jahre her. Chomutov entschied damals hier vor ausverkauftem Haus Spiel sieben der Finalserie in der Verlängerung auswärts für sich. Gefühlt ist das Jahrzehnte her.

Nun aber zum Spiel: vor 631 Zuschauern zeigten die Hausherren eine beherzte Leistung. Individuelle Nachteile kompensierte man durch Unbekümmertheit und Einsatz, was vom zuversichtlichen Publikum immer wieder mit Szenenapplaus honoriert wurde. Zwischenzeitlich konnte man durch ein Nachsetzen von Zdvořáček (18.) und einer tollen Direktabnahme durch Smetana (26.) mit 2:0 in Führung gehen und hatte lange Spiel und Gegner unter Kontrolle. Zum Ende hin war es aber eine Mischung an vergebenen Chancen, unnötigen Strafen und höherer individueller Klasse beim Gegner, die den Piraten doch noch zum schmeichelhaften Ausgleich verhalfen (52. Scalzo, 58. Moore). Im folgenden Penaltyschießen traf lediglich Lukáš Květon und sicherte den Gästen so den Sieg.

Für mich selbst war es ein Ausflug voll mit lieb gewonnenen Gewohnheiten. Der Stammplatz wurde für gut 50 Euro verlängert, seit vielen Spielzeiten übrigens erstmals die einzige Eishockey-Dauerkarte des Jahres. Dazu natürlich wieder das erstklassige Catering genutzt und vorher einige Besorgungen gemacht. Ab Anfang September kommt da hoffentlich wieder eine Regelmäßigkeit rein, die zuletzt oft fehlte. Die Ansetzungen machen es Dank vieler Heimspiele am Samstag leicht wie lange nicht mehr.

HC Slovan Ústí nad Labem – Piráti Chomutov 2:3 n.P. (1:0;1:0,0:2 – 0:1)

Tore: 18. Zdvořáček (Pořický, Kuchynka), 26. Smetana (Meidl) – 52. Scalzo (Květoň, Rutta), 58. Moore (Rutta, Květoň), rozhodující nájezd Květoň. Strafen: 5:2. Zuschauer: 631. Torschüsse: 21:45.
Ústí nad Labem: Petrásek (30. Volke) – K. Černý, M. Vágner, Kolafa, Smetana, Vl. Brož, Holomek, M. Zdvořáček, Markulinec - Budínský, Roubík, Rod - V. Meidl, J. Kloz, D. Tůma - Gengel, Vávra, P. Přeučil - Baránek, Pořický, Kuchynka.
Chomutov: Strmeň – Drtina, Rýgl, Scalzo, Rutta, Havel, Koma, Stehlík, Bartejs – Květoň, Račuk, Hovorka – McGregor, Dušek, Moore, Chlouba, Ton K., Veselý – Chrpa, Charousek, Hlava.


Samstag, 2. August 2014

Randsportart: Ein Kreis schließt sich

Wenn es unter Eishockeyfans um Fußball geht, bezeichnet man die Dominante in der deutschen Sportlandschaft in einem ambivalenten Mix aus Verachtung und Bewunderung gern als die „Randsportart“. So ist es nicht weit hergeholt, den Ausflug zum Thema hier im Blog unter genau diesem Schlagwort zu führen.

Mit der heutigen Rückkehr meiner Heimatstadt Leipzig in die 2. Bundesliga hat sich für mich irgendwie ein Kreis geschlossen, der in gewisser Weise mit dem Abstieg des VfB Leipzig aus dem Profigeschäft im Juni 1998 begonnen hat. Denn so wie dieser schwarze Tag der Anfang vom Ende des Fußballs blau-weißer Prägung in Leipzig war, kann man den Saisonauftakt der Roten Bullen gegen den VfR Aalen am heutigen frühen Nachmittag als Ankunft im Konzert der Großen und Erreichen eines ganz wichtigen Meilenstein sehen. In diesen dunklen 16 Leipziger Fußballjahren entfernte ich mich mehr und mehr vom Sport auf dem Rasen und fand im Eishockey ein neues zu Hause. Zunächst hin und wieder in Crimmitschau zu Gast, ging es ab 2003 bei den Eislöwen bzw. den Blue Lions so richtig los. Betreuung von Webseite und Stadionheft, nach größeren Turbulenzen Nachwuchs- und Fanarbeit in der IG Eishockey Leipzig mit Fanstand, Auswärtsfahrten und Liveticker - es waren tolle und intensive Jahre. Nebenbei wurde das Icehopping und speziell das Eishockey in Tschechien zu meiner großen Liebe, auch über das Ende der Blue Lions hinaus. Leider ist mein favorisiertes Team aus Ústí nad Labem nach Insolvenz im Neustartmodus, tanzt finanziell auf der Rasierklinge und sportlich im zweitklassigen Tabellenkeller. Und die letzte hochklassige Affäre HC Lev Praha in der russischen KHL ging in der abgelaufenen Saison bis ins Spiel sieben der Finals um den Gagarin Cup, endete aber nach nur zwei Jahren in der Pleite.

So schlägt das Pendel so langsam wieder in Richtung Fußball aus. Das ganze Thema Finanzierung ausgeblendet ist RB so, wie ich mir den VfB immer gewünscht hatte. Ein moderner auf sportlichen Erfolg und Attraktivität für die Besucher ausgerichteter Club, der eben nicht in einer vermeintlich besseren Vergangenheit gefangen ist. Dabei müssen die Bäume nicht bis in den Himmel wachsen, Konsolidierung in der 2. Liga tut dem Projekt durchaus ganz gut. Aber ich weiß auch, dass hier nicht Schluss sein wird und habe gelernt, Erfolg macht Spaß und Hunger auf mehr. Als frisch gebackener Dauerkarteninhaber in Block 36 der Red Bull Arena freue ich mich auf viele interessante Spiele und werde jedes davon genießen. Denn eins habe ich in den letzten Jahren gelernt: im Sportbusiness kann selbst die vermeintlich sicherste Sache von heute auf morgen vorbei sein.

Der Sport mit Schläger und Puck wird aber auch weiter zu seinem Recht kommen. Nächste Woche wird der Stammplatz in der Zlatopramen Arena in Ústí verlängert, auf der Icehopper-Liste kommen hoffentlich wieder ein paar neue Stadien dazu und die beiden großen Ligen NHL und KHL gibt es per Stream auf dem Bildschirm. Bis kommenden Juni wird es also garantiert nicht langweilig.

Freitag, 25. Juli 2014

Live-Spiele Saison 2014/15

Auch diese Saison wieder die besuchten Partien im Überblick:

22.07.14 HK Metallurg Nowokusnezk - HC Slovan Bratislava 2:3 n.V. (in Liberec)
07.08.14 HC Slovan Ústí nad Labem - Piráti Chomutov 2:3 n.P.

2 Spiele / 0 neue Grounds / 931 Kilometer


Und hier die Planungen für die kommenden Wochen:

05.09.14 Eispiraten Crimmitschau - SK Kadaň
08.09.14 HC Slovan Ústí nad Labem - HC Rebel Havlíčkův Brod
20.09.14 HC Slovan Ústí nad Labem - HC Most
27.09.14 HC Slovan Ústí nad Labem - Piráti Chomutov

* - neuer Ground

Mittwoch, 28. Mai 2014

Testspiele zur Saison 2014/15

Hier die aktuell bekannten Tests, auf die ich meine subjektiven Augen werfe. Neben den tschechischen Teams auch die Mannschaften im weiteren Umkreis um meine mitteldeutsche Heimatregion:

Di, 29.07.14
SK Horácká Slavia Třebíč - HC Olomouc (17:30)
HC Rebel Havlíčkův Brod - HC Škoda Plzeň (18:00)

Mi, 30.07.14
SK Kadaň - HC Energie Karlovy Vary Junioren (16:00)

Do, 31.07.14
HC Škoda Plzeň - ČEZ Motor České Budějovice (17:30)
Piráti Chomutov - HC Stadion Litoměřice (17:30)
HC Dukla Jihlava - Frankreich (17:30)
HC AZ Havířov 2010 - HC Vítkovice Steel (18:00)

Fr, 01.08.14
HC Oceláři Třinec - HC Olomouc (11:00)

Mo, 04.08.14
HC Slavia Praha - HC Škoda Plzeň (17:30)
HC AZ Havířov 2010 - Frankreich (18:00)

Di, 05.08.14
HC Oceláři Třinec - Dynamo Minsk (17:00)
Piráti Chomutov - HC Energie Karlovy Vary (17:30)
HC Slavia Praha - Bílí Tygři Liberec (17:30)
JHK Czarne Jastrzebie - HC Vítkovice Steel (18:00)
HC ČSOB Pojišťovna Pardubice - BK Mladá Boleslav (18:00)
Orli Znojmo – HC Dukla Jihlava (18:00)
HC Stadion Litoměřice - High 1 (18:00)
SK Kadaň - HC Slovan Ústí nad Labem (18:00)
Rytíři Kladno - ČEZ Motor České Budějovice (II. hala)

Mi, 06.08.14
ČEZ Motor České Budějovice - HC Sparta Praha (17:30)
SK Horácká Slavia Třebíč - HC Kometa Brno (17:30)

Do, 07.08.14
HC Vítkovice Steel - HC Kometa Brno (17:00)
HC Škoda Plzeň - HC Energie Karlovy Vary (17:30)
HC Dukla Jihlava - Rytíři Kladno (17:30)
PSG Zlín - HC Oceláři Třinec (18:00)
Orli Znojmo – HC ČSOB Pojišťovna Pardubice (18:00)
HC Slovan Ústí nad Labem - Piráti Chomutov (18:00)
HC Rebel Havlíčkův Brod - HC Benátky nad Jizerou (18:00)
SK Kadaň - HC Stadion Litoměřice (18:00)
Bílí Tygři Liberec - Mountfield HK
HC Olomouc - Dynamo Minsk

Fr, 08.08.14
SHK Hodonín - HC Rebel Havlíčkův Brod (17:00)
HC Slavia Praha - Medveščak Záhřeb (17:30)
SK Horácká Slavia Třebíč - Francie (17:30)
HC Sparta Praha - Eisbären Berlín (18:00, in Litoměřice)
Mountfield HK - Amur Chabarovsk (in Znojmo)
HC ZUBR Přerov - LHK Jestřábi Prostějov

So, 10.08.14
Grizzly Adams Wolfsburg - Iserlohn Roosters (16:30, in Langenhagen)
HC Energie Karlovy Vary - Medveščak Zagreb (18:00)
HC Škoda Plzeň - Nürnberg Ice Tigers (18:00)
Orli Znojmo - Amur Chabarovsk (18:00)

Di, 12.08.14
HC Kometa Brno - Amur Chabarovsk (17:00)
HC Slavia Praha - Admiral Vladivostok (17:30)
HC Verva Litvínov - HC Energie Karlovy Vary (17:30)
BK Mladá Boleslav - HC Škoda Plzeň (17:30)
ČEZ Motor České Budějovice - Rytíři Kladno (17:30) ???
HC Dukla Jihlava - Orli Znojmo (18:00)
HC Oceláři Třinec - HC Vítkovice Steel (18:00, Steel Cup, Třinec)
Hokej Šumperk 2003 - HC Rebel Havlíčkův Brod (18:00)
HC Stadion Litoměřice - Piráti Chomutov (18:00) ???
HC Sparta Praha - Medveščak Zagrřeb
HC Olomouc - HC ČSOB Pojišťovna Pardubice
LHK Jestřábi Prostějov - SK Horácká Slavia Třebíč
HC Benátky nad Jizerou - SK Kadaň

Mi, 13.08.14
HC RT TORAX Poruba 2011 - HC Slezan Opava (16:00, Turnier Ostrava-Poruba)
HC ZUBR Přerov - HC AZ Havířov 2010 (19:15, Turnier Ostrava-Poruba)

Do, 14.08.14
HK 36 Skalica - PSG Zlín (13:00, Rona Cup, Trenčín)
HC Vítkovice Steel - Severstal Čerepovec (15:00, Steel Cup, Třinec)
HK Nitra - Slovensko 20 (16:00, Rona Cup, Trenčín)
HC ZUBR Přerov - JKH GKS Jastrzebie (16:00, Turnier Ostrava-Poruba)
HC Verva Litvínov - Admirál Vladivostok (17:30)
SK Horácká Slavia Třebíč - LHK Jestřábi Prostějov (17:30)
ČEZ Motor České Budějovice - HC Škoda Plzeň (17:30)
HC Rebel Havlíčkův Brod - Hokej Šumperk 2003 (18:00)
HC Slovan Ústí nad Labem - SK Kadaň (18:00)
HC Oceláři Třinec - HC Košice (19:00, Steel Cup, Třinec)
HC Dukla Trenčín - HC Kometa Brno (19:00, Rona Cup, Trenčín)
HKm Zvolen - Piráti Chomutov (19:00, Turnier in Zvolen)
HC Slezan Opava - MsHK Žilina (19:15, Turnier Ostrava-Poruba)
HC Sparta Praha - Bílí Tygři Liberec
HC ČSOB Pojišťovna Pardubice - HC Olomouc
Rytíři Kladno - HC Dukla Jihlava (II. hala)
HC Benátky nad Jizerou - HC Stadion Litoměřice

Fr, 15.08.14
HK Nitra - PSG Zlín (13:00, Rona Cup, Trenčín)
GKS Tychy - Piráti Chomutov (15:30, Turnier in Zvolen)
HK 36 Skalica - HC Kometa Brno (16:00, Rona Cup, Trenčín)
Piešťany - Mountfield HK (16:00, Mountfield Cup, Martin)
HC RT TORAX Poruba 2011 - MsHK Žilina (16:00, Turnier Ostrava-Poruba)
HC Oceláři Třinec - Severstal Čerepovec (17:00, Steel Cup, Třinec)
HC Vítkovice Steel - HC Košice (17:00, Steel Cup, Třinec)
Orli Znojmo – Rytíři Kladno (18:00)
HC Dukla Trenčín - Slovensko 20 (19:00, Rona Cup, Trenčín)
JKH GKS Jastrzebie - HC AZ Havířov 2010 (19:15, Turnier Ostrava-Poruba)
MHC Martin - BK Mladá Boleslav (19:30, Mountfield Cup, Martin)
Eisbären Berlin - Grizzly Adams Wolfsburg (20:00, in Crimmitschau)
HC Benátky nad Jizerou - HC Rebel Havlíčkův Brod

Sa, 16.08.14
Spiel um Platz 5 (10:30, Turnier Ostrava-Poruba)
ASC Corona Brašov - Piráti Chomutov (12:00, Turnier in Zvolen)
HK 36 Skalica - Slovensko 20 (13:00, Rona Cup, Trenčín)
BK Mladá Boleslav - Mountfield HK (14:00, Mountfield Cup, Martin)
Spiel um Platz 3 (14:00, Turnier Ostrava-Poruba)
HK Nitra - HC Kometa Brno (16:00, Rona Cup, Trenčín)
Spiel um Platz 1 (17:30, Turnier Ostrava-Poruba)
Dukla Trenčín - PSG Zlín (19:00, Rona Cup, Trenčín)

So, 17.08.14
Piešťany - BK Mladá Boleslav (14:00, Mountfield Cup, Martin)
Dresdner Eislöwen - Eisbären Berlin (16:00)
MHC Martin - Mountfield HK (17:00, Mountfield Cup, Martin)
Grizzly Adams Wolfsburg - Krefeld Pinguine (18:00, in Braunlage)

Mo, 18.08.14
Salith Šumperk - MHk 32 Liptovský Mikuláš (17:00)
HC Energie Karlovy Vary - Admiral Vladivostok (18:00)

Di, 19.08.14
HC Olomouc - HC Kometa Brno (17:00)
HC Škoda Plzeň - HC Verva Litvínov (17:30)
BK Mladá Boleslav - Orli Znojmo (17:30)
HC Dukla Jihlava - HC Rebel Havlíčkův Brod (17:30)
SK Horácká Slavia Třebíč - ČEZ Motor České Budějovice (17:30)
HC AZ Havířov 2010 - Žilina (18:00)
HC Stadion Litoměřice - HC Benátky nad Jizerou (18:00)
LHK Jestřábi Prostějov - Salith Šumperk (18:00)

Mi, 20.08.14
Piráti Chomutov - Lausitzer Füchse (17:30)

Do, 21.08.14
HC Kometa Brno - HC Olomouc (17:00)
HC Benátky nad Jizerou - Lausitzer Füchse (17:00)
HC Oceláři Třinec - SC Bern (17:30, Liga mistrů)
SK Horácká Slavia Třebíč - HC Dukla Jihlava (17:30)
ČEZ Motor České Budějovice - HC Rebel Havlíčkův Brod (17:30)
HC Energie Karlovy Vary - HC Verva Litvínov (18:00)
HC AZ Havířov 2010 - Salith Šumperk (18:00)
HC Stadion Litoměřice - HC Slovan Ústí nad Labem (18:00)
SK Kadaň - HC Most (18:00)
HC Vítkovice Steel - ERC Ingolstadt (Champions Hockey League)
Bílí Tygři Liberec - Kärpät Oulu (Champions Hockey League)
LHK Jestřábi Prostějov - HC ZUBR Přerov

Fr, 22.08.14
BK Mladá Boleslav - KAC Klagenfurt (17:30)
Salith Šumperk - LHK Jestřábi Prostějov (18:00)
Eisbären Berlín - PSG Zlín (19:30, Champions Hockey League)
Eispiraten Crimmitschau - Piráti Chomutov (20:00)

Sa, 23.08.14
Grizzly Adams Wolfsburg - HC VERVA Litvínov (16:00, Skoda Cup Dresden)
Dresdner Eislöwen - Polen (19:30, Skoda Cup Dresden)
HC Oceláři Třinec - Stavanger Oilers (20:00, Champions Hockey League)
HC Vítkovice Steel - EV Zug (Champions Hockey League)
Kölner Haie - Bílí Tygři Liberec (Champions Hockey League)

So, 24.08.14
Spiel um Platz 3 (14:00, Skoda Cup Dresden)
HC Slavia Praha - KAC Klagenfurt (17:00)
PSG Zlín - Djurgarden (17:05, Champions Hockey League)
Finale (17:30, Skoda Cup Dresden)
Piráti Chomutov - Eispiraten Crimmitschau (17:30)
Bayreuth Tigers - Kassel Huskies (18:00)

Mo, 25.08.14
SK Kadaň - Eispiraten Crimmitschau (18:00)

Di, 26.08.14
HC Kometa Brno - HC Slovan Bratislava (17:00)
HC Škoda Plzeň - HC Slavia Praha (17:30)
HK 36 Skalica - HC Energie Karlovy Vary (17:30)
Piráti Chomutov - Rytíři Kladno (17:30)
HC Dukla Jihlava - ČEZ Motor České Budějovice (17:30)
Orli Znojmo - BK Mladá Boleslav (18:00)
PSG Zlín - HKm Zvolen (18:00)
HC Rebel Havlíčkův Brod - SK Horácká Slavia Třebíč (18:00)
HC AZ Havířov 2010 - LHK Jestřábi Prostějov (18:00)
HC Stadion Litoměřice - SK Kadaň (18:00)
HC Olomouc - HK Nitra
HC Slovan Ústí nad Labem - HC Benátky nad Jizerou

Mi, 27.08.14
LHK Jestřábi Prostějov - HC ČSOB Pojišťovna Pardubice

Do, 28.08.14
HC Verva Litvínov - BK Mladá Boleslav (17:30)
Rytíři Kladno – Orli Znojmo (17:30 II. hala)
PSG Zlín - HC Energie Karlovy Vary (18:00, in Břeclav)
HC Slovan Bratislava - HC Vítkovice Steel (18:00)
HC Rebel Havlíčkův Brod - HC Dukla Jihlava (18:00)
Salith Šumperk - HC AZ Havířov 2010 (18:00)
SK Kadaň - HC Benátky nad Jizerou (18:00)
Bílí Tygři Liberec - HC Slavia Praha
HK 36 Skalica - HC Olomouc
ČEZ Motor České Budějovice - SK Horácká Slavia Třebíč
HC Slovan Ústí nad Labem - HC Stadion Litoměřice

Fr, 29.08.14
Eispiraten Crimmitschau - Dresdner Eislöwen (16:00, Turnier in Berlin)
Eisbären Berlin - Lausitzer Füchse (19:30, Turnier in Berlin)
Erfurt Black Dragons - Bayreuth Tigers (20:00)
HC ČSOB Pojišťovna Pardubice - HC Sparta Praha (in Chrudim)
VSV Black Wings Linz - Mountfield HK

Sa, 30.08.14
Spiel um Platz 3 (15:30, Turnier in Berlin)
Finale (19:00, Turnier in Berlin)

So, 31.08.14
Erfurt Black Dragons - EV Regensburg (16:00)
Eispiraten Crimmitschau - Bayreuth Tigers (18:00)
Ice Tigers Nürnberg - HC Škoda Plzeň
Mountfield HK - VSV Black Wings Linz

Di, 02.09.14
BK Mladá Boleslav - HC Verva Litvínov (17:30)
Rytíři Kladno - Piráti Chomutov (17:30 II. hala)
HC Dukla Jihlava - SK Horácká Slavia Třebíč (17:30)
HC Energie Karlovy Vary - HC Škoda Plzeň (18:00)
HC Rebel Havlíčkův Brod - ČEZ Motor České Budějovice (18:00)
Orli Znojmo – Mountfield HK (18:00)
LHK Jestřábi Prostějov - HC AZ Havířov 2010 (18:00)
HC Stadion Litoměřice - HC Most (18:00)
Salith Šumperk - GKS Tychy (18:00)
HK Nitra - HC Olomouc

Do, 04.09.14
HC Kometa Brno - HK Nitra (17:00)
ČEZ Motor České Budějovice - HC Dukla Jihlava (17:30)
HC Verva Litvínov - HC Škoda Plzeň (17:30)
SK Horácká Slavia Třebíč - HC Rebel Havlíčkův Brod (17:30)
HC Energie Karlovy Vary - HC Slavia Praha (18:00)
HC Benátky nad Jizerou - HC Slovan Ústí nad Labem (18:00)
HC Sparta Praha - Växjö Lakers (20:05, Champions Hockey League)
PSG Zlín - Fribourg-Gottéron (19:45, Champions Hockey League)
Bílí Tygři Liberec - HC Košice (Champions Hockey League)

Fr, 05.09.14
Ritten Sport - Piráti Chomutov (17:00, Turnier in Bremerhaven)
HC ČSOB Pojišťovna Pardubice - Linköping (17:30, Champions Hockey League)
ETC Crimmitschau - SK Kadaň (20:00)
Selber Wölfe - Lausitzer Füchse (20:00)
Bayreuth Tigers - Dresdner Eislöwen (20:00)
FASS Berlin - Blue Devils Weiden (20:00)
Hannover Indians - Erfurt Black Dragons (20:00) 
Mountfield HK - Straubing Tigers
HC Olomouc - HK 36 Skalica

Sa, 06.09.14
IceFighters Leipzig - Blue Devils Weiden (19:00)
Lausitzer Füchse - GKS Tychy (19:00)
HC Sparta Praha - KalPa Kuopio (20:00, Champions Hockey League)
HC Košice - Bílí Tygři Liberec (Champions Hockey League)
Gegner noch offen - Piráti Chomutov (Turnier in Bremerhaven)

So, 07.09.14
Eisbären Berlin - Djurgarden (14:35, Champions Hockey League)
Erfurt Black Dragons - Hannover Indians (16:00)
HC ČSOB Pojišťovna Pardubice - TPS Turku (17:30, Champions Hockey League)
Selber Wölfe - Dresdner Eislöwen (18:00)
Bayreuth Tigers - Eispiraten Crimmitschau (18:00)
Grizzly Adams Wolfsburg - BK Mladá Boleslav (18:00)

Fr, 12.09.14
EHV Schönheide - Bayreuth Tigers (19:30)
Erfurt Black Dragons - Selber Wölfe (20:00) 
Blue Devils Weiden - IceFighters Leipzig (20:00)

Sa, 13.09.14
IceFighters Leipzig - Hamburger SV (19:00)

So, 14.09.14
Selber Wölfe - Erfurt Black Dragons (18:00)
Bayreuth Tigers - EHV Schönheide (18:00)
Blue Devils Weiden - EHC Waldkraiburg (18:30)
Hannover Indians - Moskitos Essen (19:00)

Fr, 19.09.14
Erfurt Black Dragons - Blue Devils Weiden (20:00)
Bayreuth Tigers - Höchstadter EC (20:00)
Hannover Indians - Füchse Duisburg (20:00)

Sa, 20.09.14
IceFighters Leipzig - Piranhas Rostock (19:00)

So, 21.09.14
Blue Devils Weiden - Erfurt Black Dragons (18:30)

Fr, 26.09.14
Hannover Indians - Saale Bulls Halle (20:00)

Sa, 27.09.14
Saale Bulls Halle - Hannover Indians (20:00)

Montag, 30. September 2013

NHL: News, News, News - aber woher eigentlich?

Gestern ging es um die Frage, wie man an bewegte Bilder von den Spielen kommt. Heute nun, wie bleibt man sonst auf dem Laufenden? Schließlich fristet Eishockey so schon ein Schattendasein in den deutschen Medien. Da ist das Verfolgen des Geschehens im Ausland noch eine Ecke aufwändiger.

Erste Anlaufstelle sind für den deutschsprachigen Eishockeyinteressierten natürlich die Internetseiten von Hockeyweb und Eishockey News. Die Grundversorgung mit leichter zeitlicher Verzögerung ist hier nicht schlecht. Aber es wird mir hier zu sehr auf die deutschen Akteure in Übersee geschaut, statt die Ligen als Ganzes im Blick zu haben. Das aber ist kein typisch deutsches Problem, auch andere europäische Newsportale schauen immer zuerst nach "ihren Jungs".

Um tiefer in das Geschehen in Übersee einzutauchen, kommt man an den großen Medienkonzernen in Nordamerika nicht vorbei. Erste Anlaufstelle für mich dabei immer der öffentlich-rechtliche kanadische Rundfunkanbieter CBC. Unübertroffen seine seit 60 Jahren gepflegte Marke Hockey Night in Canada, die als Flagschiff der NHL-Berichterstattung gilt. Jeden Samstag läuft unter diesem Titel der Doubleheader mit Spielen der kanadischen Teams und im Rahmenprogramm haben sich echte Perlen des Sportjournalismus entwickelt. Aushängeschild in der ersten Pause des Ostküstenspiels die Rubrik "Coach's Corner" in dem der nie um kontroverse Meinungen verlegene Don Cherry mit Ron MacLean über Aktuelles aus der Liga plaudert. Inhaltlich etwas hochwertiger und weniger plakativ folgt in der zweiten Pause mit "Hotstove Tonight" eine sehr interessante Diskussionsrunde. Aufgrund der überschaubaren Sendezeit geht es immer sehr prägnant zu, statt um den heißen Brei zu debattieren. Nach dem zweiten Spiel bleibt in der Rubrik "After Hours" ausreichend Zeit, auf einen Gast - Spieler oder Trainer - einzugehen und den Spieltag zu beschließen. Alle Rubriken sind auf der Internetseite von HNIC auch als Aufzeichnung abrufbar. Unter der Woche zum mitteleuropäischen Abend um 19 Uhr gibt es außerdem unter dem Titel "Hockey Night Online" eine tägliche Vorschau auf die anstehenden Spiele des Tages. Die Sendung ist danach als Videoaufzeichnung abrufbar.

Die private TV-Konkurrenz TSN ist eine super Quelle, um Nachrichten aus der Liga nachzulesen und so auf dem Laufenden zu bleiben. Das Gleiche gilt auch für die US-Amerikanische Variante bei NBC Sports inklusive der Blogseite ProHockeyTalk. Wer lieber hört und das Ganze vielleicht gern auch noch als Podcast mitnimmt, der ist bei Sportsnet genau richtig. Wochentags um 18 Uhr läuft hier unter dem Titel "Hockey Central @ Noon" ein beliebtes Sports-Talk-Format und es diskutieren verschiedene Journalisten eine Stunde lang über die Liga. Als Ergänzung sei darüber hinaus noch The Hockey News empfohlen. Wirklich gut da aber das Online-Abo des gleichnamigen Printmagazins über Zinio. Besonders komfortabel zu lesen per App auf dem Tablet-Computer.

Abschließend als unerschöpfliche Quelle für Meinungen und Links zu erwähnen ist das Forum von Hockey's Future. Und für deutschsprachige Fans hat sich bei NHL Tribute ein kleines feines Forum rund um die Liga etabliert.

Bleibt nun nur noch zu klären, wann man das alles lesen, hören und anschauen soll. Und denkt dran, morgen geht's los!

Sonntag, 29. September 2013

KHL & NHL per Webstream: Das Internet als Hockeyparadies

Die KHL läuft bereits seit knapp vier Wochen und ab Oktober geht auch die NHL wieder an den Start. Da mag sich der eine oder andere fragen, wie bekommt man eigentlich die Spiele auf den Bildschirm? Aktuell spielt sich da alles im Internet ab, da für keine der beiden Ligen nach aktuellem Stand TV-Rechte für Deutschland vergeben wurden.

Im kleineren Rahmen ist die KHL bei laola1.tv zu verfolgen. Allerdings kommen da im Schnitt nur drei bis vier Spiele pro Woche und will man der mittlerweile sehr aufdringlichen Werbung sowie nur kleinen Bandbreiten aus dem Weg gehen, muss man sich für die Premium-Mitgliedschaft für 4,99 EUR pro Monat entscheiden. Interessant höchstens, wenn man außerdem noch an den Streams aus der DEL Gefallen findet und vielleicht nebenbei ein Faible für spanischen Fußball hat.

Ansonsten ist das Webstream-Angebot auf khl.ru die eindeutig bessere Alternative. Seit wenigen Tagen hat es auch endlich eine englischsprachige Oberfläche, so dass diese Option nun auch international ein Publikum finden sollte. Erster Schritt zur Nutzung ist natürlich die Registierung. Dann hat man diverse Optionen, in welchem Umfang man den Service nutzen will. Vom Saisonabo bis zum Einzelabruf ist alles möglich. Monatlich kann man den gesamtem Umfang abonnieren oder sich nur für das Archiv entscheiden. Im Einzelnen werden aktuell folgende Abomodelle angeboten:

24 Stunden                                149 Rubel (ca. 3,60 EUR)
Monatsabo                                1.495 Rubel (ca. 35,50 EUR)
Alle Spiele einer Mannschaft    1.495 Rubel (ca. 35,50 EUR)
Saisonabo                                 4.495 Rubel (ca. 106,70 EUR)
Archiv (monatlich)                    295 Rubel (ca. 7,00 EUR)

Einzelspiele gibt es live für 45 Rubel (ca. 1,10 EUR), wenn HD verfügbar ist optional die höher aufgelöste Variante für 65 Rubel (ca. 1,60 EUR) zu bekommen. Ein aufgezeichnetes Spiel kostet einzeln 29 Rubel (ca. 0,70 EUR). Der Rubel pendelt aktuell irgendwo zwischen 43 und 44 je Euro, die angegebenen Euro-Preise entsprechen 1 zu 43 plus 2% Auslandsgebühr der Kreditkarte und sind auf den nächsten 10-Cent-Betrag aufgerundet. Es ist kein ganz billiger Spaß aber durch die volle Flexibilität kann man sehr genau steuern, was man wann ausgeben will.

Für den Mitteleuropäer geht die Bezahlung am unkompliziertesten per MainPay, das als eines von drei Optionen angeboten wird. Entweder zahlt man direkt das ausgewählte Abomodell oder lädt sein Konto auf der Seite auf. Folgene Schritte sind nach Auswahl der dritten Zahlungsoption "MainPay" zu durchlaufen: Auswahl des Punkts "Visa/MasterCard" plus Angabe der Email-Adresse, Eingabe der Kreditkartendaten (Nummer, Gültigkeit, Name des Inhabers und Sicherheitsnummer von der Rückseite) und ab geht das Ganze. Die Zahlungsbestätigung gibt es sowohl online als auch noch einmal per Mail und dem KHL-Vergnügen steht nichts mehr im Wege.

Wer die NHL verfolgen will kommt am GameCenter Live nicht vorbei. Für 99,95 USD (ca. 75,50 EUR) hat man dafür aber gleich die gesamte Saison gebucht und kann vom Auftakt bis zum möglichen Spiel sieben der Stanley Cup Finals jedes Spiel live, als Aufzeichnung oder eingedampft auf gute zehn Minuten als "condensed game" genießen. Einschränkungen gab es letzte Saison bei den Partien, die ESPN America im Programm hatte. Die wurden mit einer deutschen IP für 48 Stunden geblockt. Da aber aktuell keine TV-Rechte vergeben sind, sollte es da diese Saison keine Blackouts geben. Die Zahlung läuft direkt auf der Internetseite der Liga und nicht über einen separaten Dienstleister. Neben den großen Kreditkarten kann man auch per PayPal bezahlen. Neben dem PC sind auch Apps für Smartphones und Tablets nutzbar. Außerdem können auch diverse Spielkonsolen oder beispielsweise Apple TV verwandt werden, um das Bild auf den heimischen Fernsehapparat zu bekommen.

An Spielen per Stream ist also auf beiden Seiten des Atlantiks kein Mangel. Schwieriger hingegen ist es, die Ligen in Gänze im Auge zu behalten. Redaktionell aufgearbeitet werden sie in Deutschland kaum, so dass es ohne Quellen vor Ort nicht geht. Zu diesem Thema folgt in Kürze ein eigener Eintrag.

Sonntag, 18. August 2013

Zwei Tage Prague Hockey Cup

Am vergangenen Donnerstag und Freitag stand der Besuch der zweiten Hälfte des erstmalig ausgetragenen Prague Hockey Cup auf dem Programm. Neben dem Gastgeber HC LEV nahmen der lettische Club Dinamo Riga sowie die beiden russischen Vertreter Salawat Julajew Ufa und Ak Bars Kasan am Turnier teil.

Die ersten beiden Prager Auftritte konnte ich mir zumindest teilweise auf Eurosport 2 anschauen. Nach einem 1:0 im Eröffnungsspiel gegen Ufa am Montag folgte einen Tag später ein 4:3 nach Penaltyschießen über Riga. Also recht gute Voraussetzungen für den letzten Tag der Hauptrunde. Außerdem bis dahin: Riga - Kasan 3:2 n.V. und Ufa - Kasan 1:6.

Nach Ankunft in Prag traf ich mich zunächst im Hotel Expo gleich neben der Eishalle mit einem guten Bekannten. Erst mal Zimmerbezug und gemeinsames Mittagessen. Danach ging es zum Kundenzentrum der Tipsport Aréna, wo ich den Voucher gegen meine Dauerkarte für die KHL-Saison eintauschte. Der Eintritt zum Turnier war inklusive, auch wenn mich weitere 50 Kronen pro Tag nicht wirklich umgebracht hätten.

Dann also ab zum ersten Spiel. In einer torarmen aber trotzdem guten Partie konnte sich Ufa erst kurz vor Ende durch einen tollen Alleingang von Denis Chlystow mit 1:0 durchsetzen.

Am frühen Abend dann das Match Prag gegen Kasan. Gegen den KHL-Meister der ersten beiden Saisons konnten die Gastgeber zunächst die Akzente auf dem Eis setzen, daraus aber keinen Vorteil ziehen. Besser machten es die Gegner im zweiten Drittel als Stepan Sachartschuk mit einem gut getimten Fernschuss Goalie Atte Engren keine Abwehrchance ließ. Prag ließ sich davon aber nicht beeindrucken und schlug im Powerplay zurück. Nathan Oystricks Direktabnahme von der blauen Linie fand den Weg in den Kasten der Schneeleoparden. Aber nur 30 Sekunden später sorgte Artjom Lukojanow erneut für die Gästeführung und als Chris Bourque in Überzahl kurz vor der zweiten Pause auf 1:3 stellte, schien die Partie angesichts des beeindruckenden Spielvortrags entschieden. Bourque wurde völlig freistehend am rechten Pfosten bedient und musste nur noch in den leeren Kasten einschieben. Im letzten Drittel gelang LEV jedoch das Comeback. Erst war es Petr Vrana mit einer Direktabnahme in der 47., gefolgt von Nikolai Zherdev, der im zweiten Versuch Barulin im Kasten von Ak Bars keine Chance ließ. Den Schlusspunkt der regulären Spielzeit setzte ein umjubelter Faustkampf, in dem Nathan Oystrick seinem Kontrahenten Artjom Lukojanow keine Chance ließ. Beide kassierten fünf Minuten aber keine Spieldauer. In der Verlängerung musste Prag nach einer zweifelhaften Strafe wegen unkorrekter Aurüstung gegen Justin Azevedo defensiv noch einmal alles aufbieten, rettete sich jedoch ins Penaltyschießen. Hier hatte jedoch Kasan das bessere Ende für sich. Prags Schützen Vrana und Azevedo verzockten sich und konnten dann Barulin aus Nahdistanz nicht bezwingen. Auf der anderen Seite vergab nur Burmistrov, während Stapleton und Bourque recht souverän verwandelten. Damit endete das Spiel 3:4 nach Penaltyschießen.

Am Donnerstagabend und Freitagvormittag folgte dann etwas Stadtprogramm. Angesichts des überschaubaren Zeitrahmens war es ein Streifen auf bekannten Pfaden. Pariser Strasse, Altstadtmarkt und Wenzelsplatz am Abend. Smichov, Insel Kampa, Karlsbrücke und Altstadtgassen am Vormittag. Dann riefen schon die Finalspiele. Der Zufall wollte es, dass sich dabei noch einmal die identischen Ansetzungen wie am Tag zuvor ergaben.

Zum Glück waren Riga und Ufa dieses Mal nicht so knauserig, was das Toreschießen anging. Riga legte durch Kyle Wilson gleich doppelt vor. Zunächst schloss er ein "zwei auf null" mustergültig ab (6.), dann wurde er im Powerplay von Cipulis mustergültig bedient (12.). Nur eine Minute später war es dann Antti Pihlström, der von Hartikainen tief angespielt wurde und allein aufs Tor lief. Dort ließ er Tellqvist keine Chance und verwandelte durch die Schoner. In der 16. Minute fast die identische Situation, die Mat Robinson jedoch per Haken unterband. Den fälligen Penaltyschuss vergab Pihlström jedoch. Den Ausgleich gab es trotzdem noch, allerdings glücklich. Denis Chlystow mit einem strammen Schuss, den  Oskars Cibulskis jedoch durch seinen Schlittschuh unhaltbar abfälschte. Im zweiten Abschnitt legte Riga aber erneut vor. Kuzmenkovs Direktabnahme konnte Torwart Tarkki noch abwehren, war gegen den verwandelten Nachschuss von Marcel Haščák jedoch machtlos. Den Rest des Drittels wogte das Spiel hin und her, es ging aber mit 3:2 in die zweite Unterbrechung. Der Schlussabschnitt gehörte dann aber Ufa, die eindeutig mehr im Tank und mit laufender Spielzeit die Partie zunehmend besser im Griff hatten. Treffen konnten sie aber nur einmal in der 42. als Nikita Filatov einen Rebound verwerten konnte. Den Rest der Spielzeit war es ein sehenswertes Anrennen der Mannschaft aus Baschkortostan, das aber nichts mehr einbrachte. Das galt ebenso für die Verlängerung, in der Ufa sogar eine komplette Überzahl hatte. Aber auch hier musste nun das Penatyschießen her. Erfolgreich waren hier Teemu Hartikainen Dmitri Makarov für Ufa, während Aleksandrs Ņiživijs und Miks Indrašis auf Rigas Seite beide vergaben.

Der Turnierhöhepunkt in Form des Finales war dann aber zweifellos das erneute Match zwischen HC LEV Praha und Ak Bars Kasan. Wie schon tags zuvor war der Beginn von Abtasten geprägt. Keiner der Kontrahenten wollte zu viel nach vorn werfen. Insgesamt hatte Prag aber hier etwas mehr Spielanteile. Einen echten Aufreger gab es in der 17. Minute, als Jewgeni Medwedew Gegenspieler Mikko Mäenpää per Kniecheck niedermachte und völlig berechtigt fünf Minuten plus Spieldauer kassierte. Prags finnischer Abwehrrecke hatte Glück, dass er sich in dieser Szene keine schwere Verletzung zuzog und später sogar wieder ins Geschehen eingreifen konnte. Es war aber ein anderer Finne, der die Löwen aus Prag in dieser Phase auf die Siegerstraße brachte: Niko Kapanen. Noch Sekunden vor der Pause war er es, der den Rebound nach Oystricks Fernschuss zum 1:0 verwandelte. Und in der 31. Minute die identische Situation, dieses Mal bei angezeigter Strafe gegen Kasan. Sechs Minuten später schien die Partie dann entgültig entschieden. Der HC LEV mit einem traumhaft vorgetragenen Konter. Sekac spielte Zaricksson auf rechts an, dieser ließ einen Verteidiger aussteigen, bediente den mitgelaufenen Martin Thörnberg, der mühelos das 3:0 erzielte und die Halle kopfstehen ließ. Für einen Dämpfer sorgte dann aber der gebürtige Brünner ‎Tomáš Vincour im Dress der Gäste, der von Chris Bourque bedient wurde und den Puck unhaltbar über Vehanens Fanghandschuh in den Winkel setzte. In den verbleibenden knapp eineinhalb Minuten wirbelte Kasan und Prag hatte Glück, nicht noch einen Treffer zu kassieren. So rettete die Pausensirene den Löwen die Zwei-Tore-Führung und das Trainerteam um Václav Sýkora hatte die Gelegenheit, seine Mannschaft auf das letzte Drittel einzustellen. Zu Beginn des Abschnitts agierte Kasan sehr giftig, fast schon schmutzig und ging immer wieder hart auf den Körper der Prager, um Strafen zu provozieren, was aber nur einmal gelang. Jedoch konnten sie die Situation nicht ausnutzen. Ein weiterer Kniecheck von Ilja Nikulin in der 49. Minute wurde zurecht geahndet und nach Ablauf der Strafe schienen die Gäste zu merken, dass in diesem Spiel nichts mehr zu holen sein wird. Die Schlussminuten gehörten eindeutig den Hausherren, die sich stückweit vom Applaus der 1.857 Zuschauer tragen ließen. In der 55. Minute konnte sich dann auch Weltmeister Nicklas Danielsson mit einem Abstaubertor am linken Pfosten für seine stets engagierte aber nicht immer glückliche Partie belohnen. Dabei Nathan Oystrick mit seinem dritten Assist des Tages. Der gläserne Pokal ging damit hochverdient an die Prager und wird hoffentlich nur die erste Trophäe in einer zukünftigen Sammlung des Clubs sein.

Die individuellen Preise des Turniers gingen an folgende Spieler:

Tournament MVP: Miks Indrasis, Dinamo Riga.
Best Goalie: Atte Engren, Lev.
Best Defenceman: Sandis Ozolins, Riga.
Best Forward: Tim Stapleton, Kazan.

Die Prager KHL-Mannschaft hat nach ihrem Generalumbau zweifellos einen riesigen Schritt nach vorn gemacht und konnte in jedem Spiel gegen Ligakonkurrenten punkten. War es in der letzten Saison eher die nette Truppe von nebenan, die gegen die besseren Teams der Liga immer hübsch mitspielten aber nie eine Chance hatten, wirkt die Mannschaft nun in allen Teilen hochgefährlich. Den Preis den man dafür zahlen musste, war die Aufgabe des tschechisch und slowakisch geprägten Kaders. Stattdessen wurde echte Qualität eingekauft und man ist fünf Finnen und vier Schweden sehr nordeuropäisch geprägt. Herausragend natürlich Niko Kapanen, der immer wieder in den Slot geht und sehr viel arbeitet. Nikolai Zherdev ließ sein Können auch immer wieder aufblitzen, zeigte aber schon die oft kritisierte Launenhaftigkeit und Eigensinn. Exemplarisch fällt mir da eine Überzahlsituation ein, in der Kasan klärt, sein kompletter Block zum wechseln fährt, er aber den Puck hinter dem eigenen Kasten aufnimmt, Freund und Feind über rechts wie Slalomstangen umkurvt und aus dem Slot abzieht - zwar hübsch anzuschauen aber nicht mannschaftsdienlich. Hat er Erfolg, ist er trotzdem der Held. Von den Alteingesessenen machten Petr Vrana, Michal Birner und Nathan Oystrick einen riesigen Schritt nach vorn und mit Kapitän Jiří Novotný sowie Erik Christensen standen weitere Leistungsträger nicht im Kader. Diese Spielzeit ist das schon im ersten Jahr gesetzte Ziel zweite Playoffrunde durchaus machbar. Eine Top 4-Platzierung im Westen wäre dafür wünschenswert. Coach Sýkora hat auf jeden Fall einen qualitativ auch in der Tiefe gut besetzten Kader und im Zweifelsfall die Qual der Wahl.

Die Heimreise erfolgte dann am Samstagmorgen. Wie schon auf dem Hinweg auf dem jetzt Dank fertiger A72 möglichen Alternativroute über Chomutov und Chemnitz. Die Tage haben sich wieder gelohnt, der September und die neue Saison können kommen.